Securantis

Fehlerbehebung & Kompatibilität

Ich erhalte keine Securantis-Alarm‑E-Mails

Diagnose und Behebung häufiger Probleme mit Alarm‑E-Mails: Absenderadresse, Spam‑Ordner, geplante Aufgaben (cron), CMS‑Sende­funktionen, SMTP und Log‑Prüfung.

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Securantis Praxisleitfaden

Ziel

Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie das Ausbleiben von Alarm‑E-Mails, die durch Securantis gesendet werden sollten, diagnostizieren und beheben. Er behandelt häufige Ursachen: Absenderadresse, Anti‑Spam‑Filter, geplante Aufgaben (cron), native Versandfunktionen von WordPress und PrestaShop, SMTP‑Konfiguration und das Auslesen von Logs. Sie finden getrennte Vorgehensweisen für WordPress/WooCommerce und PrestaShop.

Voraussetzungen

  • Administratorzugang zum Securantis‑Panel (SaaS), um die konfigurierten Alarmadressen zu prüfen.
  • Administratorzugang zur WordPress‑ oder PrestaShop‑Installation (Backoffice).
  • FTP/SFTP‑Zugang oder Hostingzugang, um bei Bedarf PHP-/Mail‑Logs einzusehen.
  • Keine Passwortübermittlung per E‑Mail: Folgen Sie den sicheren Verfahren, um bei kostenpflichtigen Eingriffen Zugangsdaten geschützt zu übermitteln.

Übersicht der Schritte

  1. Prüfen Sie Empfängeradresse und Absenderadresse in der Securantis‑Oberfläche.
  2. Kontrollieren Sie Spam‑ und Quarantäne‑Ordner des Empfängers.
  3. Stellen Sie sicher, dass die geplante Aufgabe (cron) auf CMS‑/Hosting‑Seite ausgeführt wird.
  4. Testen Sie die native Sende­funktion des CMS (wp_mail für WordPress, PrestaShop Mail‑System).
  5. Testen oder konfigurieren Sie einen zuverlässigen SMTP‑Relay.
  6. Sehen Sie die Versand‑Logs auf CMS‑ und Server‑Seite ein.

Allgemeine Prüfungen (alle Plattformen)

  • Empfängeradresse: Vergewissern Sie sich, dass die im Securantis eingetragene E‑Mail korrekt ist, ohne Tippfehler, und E‑Mails empfangen werden können (Postfach nicht voll, kein Auto‑Responder, der blockiert).
  • Spam / Quarantäne: Bitten Sie den Empfänger, Spam‑Ordner, Filter und Quarantäne beim Provider (z. B. Office 365, Google Workspace) zu prüfen. Fügen Sie die Absenderadresse zur Liste der zugelassenen Absender hinzu.
  • Mail‑Filter / Regeln: Manche Accounts leiten E‑Mails automatisch um oder löschen sie aufgrund von Regeln (häufig in Unternehmensumgebungen). Klären Sie dies mit dem Mail‑Administrator.
  • Blockade durch Hosting: Wenn native PHP‑Sende­funktionen verwendet werden, drosseln oder sperren manche Hoster aus Spam‑Gründen ausgehende E‑Mails.

WordPress / WooCommerce

Spezifisches Ziel: Überprüfen, dass Alarme, die vom Securantis‑Plugin ausgelöst werden, den Versandsystemen der Website erreichen.

Detaillierte Schritte:

  1. Native Zustellung testen: Installieren Sie vorübergehend ein E‑Mail‑Testplugin (Test SMTP / Mail) und senden Sie eine Test‑E‑Mail aus der Administration. Scheitert der Test, liegt das Problem beim Versanddienst der Site.
  2. WP‑Cron prüfen: Viele Alarme werden von geplanten Aufgaben ausgelöst. Bestätigen Sie, dass wp‑cron regelmäßig ausgeführt wird. Bei Shared‑Hosting empfiehlt sich eine systemseitige cron‑Aufgabe, die wp‑cron per URL alle 5–15 Minuten anstößt.
  3. Plugin‑Einstellungen prüfen: Kontrollieren Sie die Securantis‑Einstellungen in WordPress: Ist die Benachrichtigung aktiviert und ist die Empfängeradresse korrekt hinterlegt?
  4. Logs: Sehen Sie in PHP‑Error‑Logs oder in den Plugin‑Logs (sofern im Plugin verfügbar) nach. Suchen Sie nach Fehlern im Zusammenhang mit wp_mail oder Timeouts.
  5. Falls der native Versand blockiert ist, einen SMTP‑Relay konfigurieren: Installieren Sie ein etabliertes SMTP‑Plugin, konfigurieren Sie einen SMTP‑Account (externe Anbieter: SendGrid, Mailgun, Hosting‑SMTP oder Microsoft/Google via Relay). Testen Sie den Versand über diesen Relay.

Vorsichtige Einstellungen:

  • Nutzen Sie einen authentifizierten SMTP‑Relay statt nativer PHP‑Mails für bessere Zuverlässigkeit.
  • Aktivieren Sie keinen SMTP‑Relay ohne Prüfung der Versandbeschränkungen des Anbieters.

Häufige Fehler und Troubleshooting:

  • Test‑E‑Mail schlägt fehl: Prüfen Sie SMTP‑Benutzername/-passwort sowie Port (25/587/465) und Verschlüsselung TLS/SSL.
  • E‑Mails werden versandt, aber nicht empfangen: Prüfen Sie die vom SMTP‑Test zurückgegebenen Header (Antwort 250 OK oder Fehlermeldung). Kontaktieren Sie den Mail‑Administrator bei Ablehnung durch den Empfänger.
  • Interner Cron (wp‑cron) wird nicht ausgelöst: Richten Sie eine systemseitige Cron‑Aufgabe ein.

PrestaShop (1.7 bis 9)

Spezifisches Ziel: Überprüfen des integrierten Versand‑Systems und der Konfiguration des Securantis‑Moduls für Berichte und Alarme.

Detaillierte Schritte:

  1. Versand im PrestaShop‑Backoffice testen: Nutzen Sie die E‑Mail‑Konfiguration von PrestaShop, um eine Testnachricht zu senden. Scheitert der Test, liegt das Problem beim Versand der Site.
  2. Modulkonfiguration prüfen: Stellen Sie sicher, dass das Versenden von Events/Alarmen aktiviert ist und die Empfängeradresse korrekt ist.
  3. Cron‑ und geplante Aufgaben: Einige Berichte hängen von geplanten Aufgaben im Modul oder beim Hosting ab. Prüfen Sie, ob externe CRONs beim Hoster ausgeführt werden.
  4. Logs: Prüfen Sie Server‑Logs und diejenigen von PrestaShop (falls aktiviert). Achten Sie auf SMTP‑Fehler oder Timeouts beim Versand.
  5. Wenn der native Versand fehlschlägt, konfigurieren Sie einen SMTP‑Relay in den E‑Mail‑Einstellungen von PrestaShop (Paramètres > E‑mail). Verwenden Sie einen zuverlässigen Anbieter und testen Sie den Versand.

Vorsichtige Einstellungen:

  • Bevorzugen Sie einen externen, authentifizierten SMTP‑Provider mit bekannten Limits gegenüber dem Versand via mail(), wenn der Hoster dies einschränkt.
  • Aktivieren Sie TLS, wenn der Anbieter dies verlangt.

Häufige Fehler und Troubleshooting:

  • PrestaShop meldet „échec d’envoi“: Notieren Sie die genaue Fehlermeldung und testen Sie die gleichen Zugangsdaten in einem Mail‑Client.
  • E‑Mails werden zugestellt, landen aber im Spam: Prüfen Sie SPF, DKIM und DMARC für die absendende Domain (siehe Hinweise weiter unten).

SMTP, SPF, DKIM, DMARC und Versandreputation

  • Wenn Sie Ihre eigene Domain zum Versenden von Alarmen nutzen, prüfen Sie die DNS‑Einträge: SPF muss den SMTP‑Relay autorisieren; DKIM‑Signatur sollte gesetzt sein, wenn verfügbar; DMARC für Reporting einrichten. Fehlen diese Einträge, steigt das Risiko, als Spam markiert zu werden.
  • Bei Verwendung eines Drittanbieters (Mailgun, SendGrid etc.) folgen Sie deren Domain‑Authentifizierungsanweisungen.

Logs auslesen und Informationen sammeln

Bevor Sie den Support kontaktieren, sammeln Sie:

  • Exakte Datum/Uhrzeit der fehlenden Alarme.
  • Konfigurierte Absenderadresse und Empfängeradresse.
  • Ergebnisse der Versandtests aus WordPress/PrestaShop (Screenshots oder Fehlermeldungen).
  • SMTP‑Antworten oder Auszüge aus Headern, falls verfügbar.
  • Hinweise auf kürzliche Wechsel des SMTP‑Providers oder DNS‑Änderungen (SPF/DKIM).

Vorsichtsmaßnahmen und Best Practices

  • Löschen Sie Alarme nicht automatisch: Bei Sicherheitsereignissen sollten Quarantäne, Wiederherstellung und Löschung menschlich entschieden werden.
  • Geben Sie niemals Passwörter per E‑Mail oder Chat weiter. Für kostenpflichtige Eingriffe nutzen Sie das sichere Kundenportal, um Zugangsdaten nach Zahlung bereitzustellen.
  • Testen Sie Änderungen idealerweise auf einer Pre‑Production‑Site, um Produktionsunterbrechungen zu vermeiden.

Wann Sie den Securantis‑Support kontaktieren sollten

Kontaktieren Sie den Support, wenn:

  • Die oben genannten Schritte die Ursache nicht identifizieren.
  • Die Logs interne Fehler des Plugins/Modules oder Authentifizierungsfehler gegenüber Securantis zeigen.
  • Sie vermuten, dass Securantis trotz erfolgreicher SMTP‑Tests auf der Site keine Benachrichtigungen versendet.

Informationen, die Sie dem Support bereitstellen sollten:

  • Beschreibung der bereits durchgeführten Prüfungen (SMTP‑Tests, cron, Logs).
  • Relevante Error‑Logs und Screenshots der Testmeldungen.
  • Zeitstempel und Identifikatoren (ohne Passwörter): Lizenz und Seitenname.

Zusammenfassung (schnelles Vorgehen)

  1. Prüfen Sie Empfängeradresse und Spam‑Ordner. 2. Senden Sie einen Test aus WordPress/PrestaShop. 3. Prüfen/Starten Sie cron. 4. Konfigurieren Sie bei Ausfall des nativen Versands einen authentifizierten SMTP‑Relay. 5. Validieren Sie SPF/DKIM/DMARC für die absendende Domain. 6. Sammeln Sie Logs und kontaktieren Sie den Support bei Bedarf.

Wenn Sie diese Schritte befolgen, lösen Sie die meisten Probleme mit Alarm‑E‑Mails. Benötigen Sie Hilfe bei der SMTP‑Konfiguration oder der Log‑Analyse, bereiten Sie die aufgeführten Elemente vor und kontaktieren Sie unseren Support über das sichere Kundenportal.

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